Das niedersächsische Kooperations- und Bildungsprojekt (Niko) besteht seit 2007; es verfolgt das Ziel der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Dieses wird ergänzt durch den Auftrag Bildung und Erziehung, die gesundheitliche Entwicklung und die gesellschaftliche Integration von gefährdeten jungen Menschen, insbesondere an sozialen Brennpunkten. Ausdrücklich befürwortete Luise Rhedenius-Heber das Projekt, das durch eine erhöhte Angebotsvielfalt eine intensivere Präventionsarbeit möglich mache. Die Kooperation zwischen Schule, Familie und politischer Kommune werde gestärkt, so Frau Rhedenius-Heber. Das Projekt wird in den kommenden Jahren 2012 und 2013 weiter geführt; die Mittel von 150.000 € stellt der Landkreis Emsland zur Verfügung.

Über die Bedeutung der Medien auf die Gestaltung der Freizeit vieler Kinder und Jugendlicher wurde auf dem Medienpräventionstag im Oktober 2011 im Kreishaus informiert. Landrat Reinhard Winter stellte den Mitgliedern des Ausschusses das vielfältige Angebot an Fachvorträgen, Workshops und Infoständen zu Prävention, zu Vorteilen und Gefahren für die Nutzer vor. Viele Eltern, Familien, Jugendleiter/innen, Erzieher/innen, Lehrer/innen und Sozialpädagogen/innen haben dieses Angebot genutzt. So versprach Landrat Winter denn auch, nach diesem Erfolg den Präventionstag in diesem Jahr wieder anzubieten. Berthold Markus bedankte sich in seinem Beitrag für das große Engagement der über 20 Institutionen und Akteure. Fotos und eine Doku sind unter www.emside.de einzusehen.

Einen Kreiszuschuss in Höhe von max. 11.000 € jährlich soll die Beratungsstelle LOGO des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Lingen e.V. zu den Personal- und Sachkosten des Einsatzes einer zusätzlichen sozialpädagogischen Teilzeitkraft in der Präventionsarbeit bei psychischer Gewalt und Mobbing erhalten, befristet zunächst auf zwei Jahre. Frau Magdalena Wilmes unterstützte diese Maßnahme. Ihr sei wichtig, dass Kinder ohne Gewalt aufwachsen könnten.

Zu Beginn der Sitzung stellte Fachbereichsleiterin Helga Block ausführlich den Aufbau und die Aufgaben des Jugendamtes des Landkreises vor. Sie berichtete u.a. über die Reform des Vormundschaftrechtes, wonach der Gesetzgeber einen mindestens monatlichen Kontakt zum Mündel vorgebe.

Text: Ferdinand Redeker (CDU) Ausschussvorsitzender